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Die Bergerien am Roc de Tauteylle |
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| Gehzeit hin und zurück je nach Variante eine bis zwei Stunden |
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(Bilder zum Vergrößern anklicken) | |||||||
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Der Roc de Tauteylle ist der große Felsturm, der Bardou im Westen überragt, und der unübersehbar ist, wenn man die Straße nach Bardou hinauffährt (Abb. 1). In seiner Nähe befinden sich die außerordentlich schön gelegene Ruinen zweier ehemaliger Bergerien (Schafställe u. Heulager). Man kann sie auf verschiedenen Wegen erreichen. Bei der Aufstiegsvariante Nr. 3 (s.u.) kann man noch eine dritte, sehr versteckt liegende Ruine besuchen, die sich auf dem bewaldeten Grat befindet, welcher sich vom Col de Grousset zum Roc de Tauteylle hinaufzieht. |
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| Zur Lage: Auf der Abbildung 2, die vom gegenüberliegenden Berg bei Klaus' Grab aufgenommen wurde, kann man die Lage der Bergerien in etwa erkennen (Bild anklicken zum Vergrößern): Im rechten Kreis (1 + 2) sind die beiden anfangs erwähnten Ruinen, von denen die höher gelegene eine wunderschöne Aussichtsterrasse hat. Links (3) steht die abseits aller Wege im Wald versteckte Ruine. Der gelb markierte Weg ist unten als Nr. 1 beschrieben, der rot markierte als Nr. 2 und der grün markierte unter Nr. 3. Das Bild wurde im Winter aufgenommen, im Sommer sind die Ruinen wegen der belaubten Bäume nur sehr schwer zu erkennen.
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| Weg Nr. 1 "quer durchs Gelände" (gelb) Der Weg beginnt bei der westlichsten Kehre der oberen Straße, in deren Nähe derzeit (Frühjahr 2015) noch ein Bienenkasten steht (Abb. 3). Zuerst folgt man den Spuren eines Jägerpfades in den Wald, weicht dann nach rechts oben ab und steigt Terrasse für Terrasse höher, durch den Wald in nord-nordwestlicher Richtung ansteigend. Zwar gibt es Markierungen mit kleinen Steinmännchen (cairns), diese kann man jedoch leicht übersehen. Bald kann man durch die Bäume oberhalb der Baumgrenze einen großen Felsen erkennen (4). Das Gelände verführt dazu, eher zu weit links zu gehen, dieser Felsen kann als Anhaltspunkt dienen: die Ruinen befinden sich an seinem von unten gesehen rechten – östlichen – Rand. Wenn man diesen Felsen über sich erblickt, hat man einen guten Anhaltspunkt: Am besten, man steigt zunächst auf diesen Felsen zu. Nach etwa zwanzig bis dreißig Minuten kann man die Mauern der unteren der beiden Ruine durch die Bäume sehen. (5) |
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| Weg Nr. 2 (rot) Die zweite Möglichkeit, zu den Ruinen zu gelangen, führt über den Col de Grousset. Diesen Pass erreicht man, wenn man dem obersten Weg durchs Dorf in westlicher Richtung folgt, also am "Château" und "Vidal's Haus" (6) vorbei in den Wald aufsteigt. Nach etwa zehn Minuten erreicht man den Col, die höchste Stelle des Wegs. Dort könnte man in einer Minute nach links aufsteigend den Roustias erreichen, von dem man einen schönen Blick runter aufs Dorf hat (7). Der Weg zu den Bergerie-Ruinen führt am Col aber nach rechts, er ist gut als ehemaliger Mulipfad erkennbar. (8) (Hinweis: Geht man am Col de Grousset geradeaus weiter, kommt man absteigend nach etwa 20 Minuten zum Ruisseau de la Roque, dem Bach, der kurz oberhalb des Stausees sich mit dem Bardoubach vereinigt. Der Ruisseau de la Roque führt dank seines großen Einzugsgebiets auch in den trockensten Sommern Wasser. Dieser Weg zeigt schon durch seinen schlechten Pflegezustand, dass er sehr wenig begangen wird. An den (kleinen) Gumpen und Badestellen des Ruisseau de la Roque ist man so gut wie immer allein.) | |||||||
(6) |
(7) |
(8) | |||||
| Folgt man dem Mulipfad (8) aufsteigend in nördlicher Richtung, bieten sich schöne Blicke hinunter ins Tal des Ruisseau de la Roque (9). Nach etwa 10 Minuten erreicht man, sobald man den Wald wieder verlassen hat, eine Art kleinen Pass mit einem Felsen zur Linken, mit Ausblick auf den obersten Teil des Ruisseau de la Roque. In der Ferne erkennt man den schrägen Felsturm des Château de la Roque (10). Von hier würde der weitere Weg wieder abwärts führen, er geht noch ein Stück weiter das Tal hinter, dann verliert er sich im Geröll. Wir verlassen ihn aber jetzt, an seiner höchsten Stelle, nach rechts und steigen den steilen unbewaldeten Hang in der Falllinie aufwärts. Der Weg ist mit vielen kleinen Steinmännchen (cairns) markiert, die hier gut zu sehen sind. Links über dem Hang erhebt sich der Roc de Tauteylle (11). Nach etwa zehn Minuten erreicht man das obere Ende des Hanges. Gerade vor uns ist ein kleines Wäldchen, eigentlich mehr Gebüsch, dahinter verbergen sich die Ruinen der Bergerien. Man hält sich links (aufwärts Richtung Tauteylle – nicht durch das Gebüsch gehen!), bis die Ruinen sichtbar werden (12), dann kann man im Bogen zu ihnen hinübergehen. Von Bardou 30 – 40 Minuten. | |||||||
(12) | |||||||
| Weg Nr. 3 (grün) Ebenfalls "quer durchs Gelände" führt eine Variante, die an einer weiteren, selten aufgesuchten Bergerie-Ruine vorbeiführt. Hier braucht man etwas Orientierungsvermögen, da kein richtiger Weg zu dieser einsamen Ruine führt. (Es ist hilfreich, wenn man sich ihre Lage vorher einmal vom gegenüberliegenden Berg, z.B. von Klaus' Grab, angeschaut hat. Hat man sich ihre Lage einprägt, ist sie eigentlich kaum zu verfehlen – s. Abb. 2) Man geht wie oben bei Weg Nr. 2 beschrieben am Col de Grousset ebenfalls nach rechts, verlässt den Weg aber schon nach etwa 50 Metern bei einer Steinmarkierung (Abb. 13) nach rechts. Ein kurzes Stück ist hier noch ein Fußpfad erkennbar, dann verliert er sich im Wald. Am besten, man hält sich immer aufwärts, evtl. leicht nach rechts. Das Gelände ist gut begehbar, überall sind die alten Terrassenmauern sichtbar, und nach etwa einer Viertelstunde erscheint die Ruine im Wald (14). |
(13) | (14) | |||||
| Diese Ruine dürfte aufgrund ihrer versteckten Lage die am wenigsten besuchte von allen Bergerie-Ruinen von Bardou sein. Abb. 15 – 17 | |||||||
(15) |
(16) | (17) | |||||
| Zu den beiden höher gelegenen Bergerien muss man von hier ebenfalls weiter "quer durchs Gelände" gehen. Man hält sich leicht nach recht aufwärts, das Gelände ist – wie unten auch – gut gestuft und gut begehbar. Man wird bald rechts von sich einige Felsen erblicken, dabei handelt es sich um diesen Felsgrat, der sich zu den Ruinen hinaufzieht und den man auf | |||||||
| Die beiden ehemaligen Bergerien liegen am oberen Rand des Eichen- und Kastanienwaldes auf ca. 700-720 m Höhe. | (18) | ||||||
(19) |
(21) |
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| Wenn man den Spaziergang noch etwas erweitern möchte, bietet es sich an, zum Roc de Tauteylle (Abb. 1) hinaufzugehen. Von den Ruinen aus steuert man den rechten Rand dieses großen Felsens an, wo sich eine Scharte befindet (ca. 850 m). Dieser Platz bietet einen schönen Ausblick in das obere Ende des Tals des Ruisseau de la Roque (Abb. 22). Man kann dort einen großen schrägen Felsturm erkennen, und, wenn man genau hinschaut, auch einige Mauerreste des schon erwähnten Château de la Roque (23). In dem Bereich zwischen den Bergerien und dem Tauteylle kann man kleine Bergkristalle finden (24). | |||||||
| (24) | |||||||
| Der einfachste Rückweg nach Bardou ist der als Weg Nr. 1 beschriebene "Quer durchs Gelände". Verlaufen kann man sich eigentlich nicht. | |||||||
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