Markus Zusak
Die Bücherdiebin



         
         
Markus Zusak

Die Bücherdiebin



Blanvalet
ISBN 978-3-442-37395-6
588 Seiten
9,95 €
         
Ein etwas eigenartiges Buch. Der Klappentext verrät, dass es sich um den ersten Roman für Erwachsene handelt, den der Australier Markus Zusak geschrieben hat. Den Kinderbuchstil hat er nicht vollständig hinter sich gelassen. Grundsätzlich stehe ich dem Stilmittel "Kinderbuchsprache" in Texten für Erwachsene skeptisch gegenüber (siehe auch "Hectors Reise" von Francois Lelord), da aber in "Die Bücherdiebin" die Hauptperson ein neunjäriges Mädchen ist, mag eine gewisse Berechtigung dafür vorhanden sein. Der Text gewinnt dadurch seinen typischen leichten Klang, der den Schrecken seines Inhalts konterkariert. Mit dem Fortschreiten der Erzählung aber erreicht der Ton eine immer angemessenere Färbung. Die graphische Aufmachung der Kapitel halte ich allerdings für gekünstelten Schnickschnack (s.u.)

Das Buch handelt in Deutschland, in seiner schlimmsten Zeit, dem Zweiten Weltkrieg. Es zeigt, dass Menschlichkeit unter den dunkelsten Umständen möglich war und auch gelebt wurde. Vor allem von Kindern, aber nicht nur. Manche der Charaktere sind überzeichnet bis ins Groteske, trotz bitterstem Leid und Tod blitzt der Humor an allen Ecken durch. Und: der Ich-Erzähler ist der Tod selbst. Wie gesagt: ein eigenartiges Buch.
 
 
         
 
         
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