Paul Auster
Die Brooklyn-Revue



         
         
Paul Auster

Die Brooklyn-Revue


Original: The Brooklyn Follies, New York, 2005
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-499-23814-7
351 Seiten
9,90 €
         
Man kann jedes Buch von Paul Auster lesen und weiterempfehlen, beinahe blind, "Die Brooklyn-Revue" macht keine Ausnahme. Der Roman erzählt von einem pensionierten Versicherungsvertreter, der sein Leben für gescheitert, oder doch wenigstens für außerordentlich mittelmäßig hält und mit seinen knapp sechzig Jahren nichts mehr vom Leben erwartet, außer einem ruhigen Platz, an dem er seine letzte Lebenszeit verbringen kann. Seine Wahl fällt auf Brooklyn, New York City. Diese griesgrämige Erwartung wird ihm gründlich verdorben, als sein Neffe Tom, den er immer sehr geschätzt hat, auftaucht. Plötzlich gibt es ein dramatisches Abenteuer nach dem anderen, inklusive einer späten Liebe. Paul Auster setzt auch in diesem Buch einen raffinierten Handlungsaufbau und kunstvolle Erzählformen ein. Allerdings muss man einigen Szenen in diesem Buch bei aller Wertschätzung auch eine gewisse Sentimentalität zusprechen, wie man sie von Hollywoodfilmen her kennt. Da ist Auster doch durch und durch Amerikaner, auch wenn er in "Die Brooklyn-Revue" immer mal wieder ätzende Kritik an der aktuellen Politik formuliert (der Roman spielt 2000/2001).

Dieser Roman gehört vielleicht nicht zu den allerbesten von Paul Auster, lesenswert ist er allemal. Die einsame Spitze seiner folgenden Bücher "Mann im Dunkel" und "Unsichtbar" erreicht Auster hier noch nicht.
         
 
         
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