Schreiben




Bob Dylan:
Tomorrow is a Long Time


(mp3-Datei)
 Veröffentlichtes
 Marie, Engel der Grenze (2006)
Eiszeit in: "Wandlungen" (Anthologie, 2007)
 Aus der Werkstatt
 Das Grundeinkommen (Stand 2006/2010)
Der Sterber (Stand 2008)
Novembersommer (Stand 2014)
Die Wegwerfwelt (Stand 2017)
 (Gärtnerische Fachtexte aus meinem früheren Leben)
 
 
 
Spät in meinem Leben habe ich mich dem literarischen Schreiben zugewandt. Inzwischen sind zwei Romane, zwei längere Erzählungen und etwas Kleinkram entstanden. Ein weiteres Romanprojekt ist in Arbeit.
Bei passenden Gelegenheiten nehme ich an Literaturwettbewerben teil, zum Beispiel Alfred-Döblin-Preis 2009, 2011 und 2013 ( LCB), oder Theater tri-bühne, Stuttgart 2010, s.u.)

Meinen Roman Marie, Engel der Grenze(2006, siehe unten) habe ich mit Hilfe von Books on Demand (BoD) in eigener Regie herausgebracht, da ich zu jener Zeit nicht länger auf einen Verleger warten wollte. Ich würde dies heute nicht mehr tun, und auch jedem, der mit einem solchen Gedanken spielt, raten, sich diesen Schritt sehr genau zu überlegen. Denn: man hat dann zwar ein schönes Buch, das man seinen Freunden schenken kann, doch es zu verkaufen, bleibt dem Autor selber überlassen. Dazu muss man bereit und begabt sein. Ich bin beides nicht und glaube vielmehr, dass das Verkaufen von Büchern eine professionelle Angelegenheit und somit Sache eines Verlags ist. Der Autor ist in der Regel hinreichend mit dem Schreiben seiner Texte – und wie in meinem Fall, dem Erwerb des Lebensunterhalts – ausgelastet.
Ein noch gewichtigeres Argument ist, dass einer BoD-Veröffentlichung auf ewig der Geruch des Zweit-, wenn nicht Drittklassigen anhaften bleibt, da ein solches Buch ja nie das Lektorat eines professionellen Verlags durchlaufen hat. Mit Hilfe von BoD veröffentlichen kann jeder. Literarische Wettbewerbe, bei denen bereits publizierte Werke vorausgesetzt werden, erkennen daher in der Regel eine Books-on-Demand-Veröffentlichung nicht an.


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Als physischen Ort für mein Schreiben habe ich mir das kleine Bergdorf Bardou in Südfrankreich gewählt, das ich seit Mitte der siebziger Jahre kenne. Ich ziehe mich jedes Jahr für etwa fünf Monate dorthin zurück, in eine wahrhaft paradiesische Umgebung, obwohl Annie Dillard )*, eine von mir sehr verehrte amerikanische Autorin, meint, dass man in dem Raum schreiben kann, den ein Werkzeugschuppen bietet, der für Rasenmäher und Spaten gedacht war. Inzwischen bin ich ganz ihrer Meinung, es kommt auf den äußeren Rahmen überhaupt nicht an. Wesentlich ist aber, dass man nicht gestört wird, und das bietet mir Bardou weitestgehend.
Anfänge in Bardou (2002 – 2005):
 
 
Inzwischen ist mein Schreiben hier etwas komfortabler geworden, ein einigermaßen schnelles Internet gehört jetzt auch hier hinter den sieben Bergen zum Standard.

     
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Veröffentlichtes

(Die Titelbilder zum Vergrößern und für weitere Informationen anklicken)

Marie, Engel der Grenze

(Roman, Mai 2006)

 .

Das Buch hat 140 Seiten, kostete ehemals 12,- €, und ist inzwischen nicht mehr erhältlich (eine Handvoll Exemplare lagern noch bei mir).

Der Inhalt:

Die Erzählung kreist um ein klassisches Thema: Ein verheirateter Mann verliebt sich in ein junges Mädchen, die 21–jährige Marie. Aus dem heiteren Spiel der Gefühle entwickelt sich rasch das düstere Drama des Älterwerdens. Sein Weg führt den Mann in den Abgrund der eigenen Seele und an den Rand des Todes. Doch die Geschichte bietet dem Leser mehr als nur einen Ausweg.

2016: Zehn Jahre sind seit diesem ersten Versuch, der es nie zu einem richtigen Verlag gebracht hat, vergangen. Schaue ich heute gelegentlich in diesen Text, so empfinde ich zwiespältig: einerseits ist es das erste Buch, das immer etwas Besonderes bleiben wird, so wie einem auch das erste Kind in besonderer Weise ans Herz wächst, andererseits ist im Fall des Bücherschreibens der Erstling natürlich mit allen Schwächen und Mängeln behaftet, die ein solcher Anfang mit sich bringt. Manche Schriftsteller winden sich geradezu, wenn man sie an ihre ersten Versuche erinnert. Das ist mit der "Marie" und mir bisher noch nicht der Fall, würde ich diesen Stoff aber heute noch einmal schreiben, so käme doch wahrscheinlich etwas anderes (etwas Besseres?) dabei heraus.


Hier einige Ausschnitte aus "Marie, Engel der Grenze":
Prolog aus 'Marie, Engel der Grenze' 1. "Prolog"

2. Ausschnitt aus 'Marie, Engel der Grenze' 2. Ausschnitt aus Teil I, Kapitel 4

4. Ausschnitt aus 'Marie, Engel der Grenze' 3. Ausschnitt aus Teil I, Kapitel 7

3. Ausschnitt aus 'Marie, Engel der Grenze' 4. Ausschnitt aus Teil I, Kapitel 14
Die anthroposophische Zeitschrift "Das Goetheanum" veröffentlichte in ihrer Ausgabe Nr. 7/2007 vom 16.2.07 Ausschnitte aus dem 14. Kapitel. Sie erschienen dort innerhalb einer Reihe, die den Namen "Schwellenphänomene" trägt und auf Situationen im Alltag aufmerksam machen möchte, in denen wir unser gewöhnliches Bewusstsein unvermittelt verlassen und unbekannte Bewusstseinsräume betreten.

zum 'Goetheanum'-Artikel zum "Goetheanum"–Artikel
 
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"Eiszeit" in der Anthologie "Wandlungen"

(Kurzgeschichte, August 2007)



Meine Kurzgeschichte Text der Kurzgeschichte 'Eiszeit' "Eiszeit" ist in dem Sammelband "Wandlungen" erschienen. Die Anthologie enthält 25 Kurzgeschichten von BoD–Autoren, herausgegeben vom Autorenforum autorenpool.info (ehemaliger Name, inzwischen: BoD Autorenpool, ganz in BoD eingegliedert).

Bestellung bei amazon.de

Anthologie 'Wandlungen'
    "Chlause zäuerli", (Noldi Alder und Freunde), aus der Film–CD "Heimatklänge"

(wma–Datei)
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Aus der Werkstatt

(August 2005 – Juni 2014)



Seit 2005 arbeite ich an verschiedenen weiteren Texten. Sie sind teilweise im Experimentierstadium und manchmal Teile von größeren Zusammenhängen. An dieser Stelle werde ich keine vollständigen Erzählungen etc. vorstellen, es sollen vielmehr Ausschnitte hier erscheinen, die vielleicht einen Eindruck von den aktuellen Bemühungen widerspiegeln können. Ich werde sie von Zeit zu Zeit aktualisieren, das heißt, entweder durch eine neuere Version ersetzen oder wieder entfernen, so dass an ihre Stelle etwas Anderes treten kann. Die Titel sind reine Arbeitstitel. (Die jeweils jüngsten Ergänzungen sind grün gekennzeichnet.)
Möchte jemand den vollständigen Text oder weitere Informationen über die Entstehung oder sonstige Zusammenhänge haben, so bitte ich um eine einfache E-Mail:
 
Das Grundeinkommen
(Erzählung)
Ausschnitt aus 'Es geht mir gut' Leseprobe 1 Ausschnitt aus 'Es geht mir gut' Leseprobe 2 (vorläufig abgeschlossen November 2006) .
Das Thema ist die immer wieder in der Öffentlichkeit diskutierte Idee, jedem Bürger ein Grundeinkommen ohne Gegenleistungen zu garantieren. In der Erzählung setzt die Hauptfigur dieses Konzept für sich selbst mit ungewöhnlichen Methoden probeweise um – mit fatalem Ausgang.
Das Grundeinkommen – Theaterversion:
Das Theater tri-bühne in Stuttgart ( www.tri-buehne.de) hat im Herbst 2010 zusammen mit Götz W. Werner ( www.unternimm-die-zukuft.de) einen Theaterwettbewerb ausgeschrieben, der das Thema eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle "dramatisch umsetzen" soll. Ich habe meine Erzählung zu einem Theaterstück umgearbeitet und das Ergebnis bei diesem Wettbewerb eingereicht.
Leseprobe (Szene) aus der Bühnenfassung
Der Sterber
(Erzählung)
Ausschnitt aus 'Der Sterber' Leseprobe 1 Ausschnitt aus 'Der Sterber' Leseprobe 2 (vorläufig abgeschlossen Januar 2008) .
    
Novembersommer
(Roman)
'Ausschnitt 1 (Anfang)' aus 'Novembersommer' Leseprobe (Juni 14) Exposé des Romans 'Novembersommer' Exposé (vorläufig abgeschlossen Juni 2014) .
Einen Teil des Textes des "Novembersommer" habe ich im Januar 2011 beim Alfred-Döblin-Preis eingereicht, der alle zwei Jahre vom Literarischen Colloquium Berlin in Kooperation mit der Akademie der Künste ausgerichtet wird. Stifter des Preisgeldes war Günter Grass, und der Preis wird im Sinne des Stifters für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript vergeben. Im Januar 2013 habe ich die Bewerbung wiederholt.
Hier geht's zum Exposé des Romans 'Novembersommer' Exposé
    
    
Die Wegwerfwelt
(Essay)
Leseprobe 1. Teil (April 17) 2. Teil (August 17) 
Seit Herbst 2016 ist ein Schreibprojekt mit dem vorläufigen Titel "Die Wegwerfwelt" in Arbeit. Die ursprüngliche Absicht, einen Roman aus dem Stoff zu machen, habe ich aufgeschoben, da die ersten Ergebnisse viel eher in das Genre des Essays gehören.
Das Projekt hat drei Teile, davon sind die ersten beiden fertiggestellt. Der Titel des 1. Teils: "Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu sein – Das Böse als konstituierendes Element der Welt". Im April 2017 habe ich den Text dieses Teils bei einem Literaturwettbewerb eingereicht, den die Katholische Kirche in Wiesbaden zum Reformationsjahr 2017 ausgeschrieben hat. Motto: Worte aus der Zumutung Gottes.

Weitere Bewerbung, Juni 2017: Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena

Titel des 2. Teils: "Der Fürst dieser Welt", fertiggestellt im August 2017
    
    
 
Luigi Boccherini:
Gitarren–
quintett Nr. 9, C–Dur


(wma–Datei)
 
       
       
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In ihrem Buch "Ich schreibe" hat Annie Dillard einige bemerkenswerte, wunderbar formulierte Feststellungen getroffen:

Ein in Arbeit befindliches Werk verwildert schnell. Über Nacht fällt es zurück in einen barbarischen Zustand. Es ist kaum gezähmt, ein Mustang, dem du einst das Halfter umgelegt hast, den du nun aber nicht mehr einfangen kannst. Es ist ein Löwe, den du in deinem Arbeitszimmer hältst. Wenn das Werk wächst, fällt die Kontrolle schwerer; es ist ein Löwe, dessen Kraft wächst. Du musst ihn jeden Tag besuchen und dich wieder deiner Herrschaft über ihn versichern. Lässt du einen Tag aus, hast du zurecht Angst davor, die Tür zu seinem Zimmer zu öffnen. Schneidig betrittst du sein Zimmer, hältst dem Ding einen Stuhl hin und schreist: "Simba!"
Weshalb findest du niemals etwas, das über jenen ureigenen Gedanken geschrieben wurde, auf den du hinweist, über deine Faszination von etwas, das niemand anderer versteht? Weil es an dir ist. Es gibt etwas, das du, aus einem Grund, der schwer zu erklären ist, interessant findest. Es ist schwer zu erklären, weil du es niemals auf irgendeiner Seite gelesen hast; dort beginnst du. Du wurdest erschaffen und an diesen Platz gestellt, um dein eigenes Erstaunen zum Ausdruck zu bringen.
Schreibt er ein Buch, so muss der Schriftsteller zwei Probleme lösen: Ist es zu schaffen? und: Kann ich es schaffen? In jedem Buch verbirgt sich ein Hindernis, das der Schriftsteller entdeckt, sobald seine erste Aufregung abklingt. Das Hindernis liegt im Aufbau; es ist unüberwindbar; es ist der Grund, weshalb niemand je dieses Buch schreiben kann. Auch komplexe Geschichten, Essays und Gedichte kennen dieses Hindernis – den abschreckenden Fehler im Aufbau, von dem der Schriftsteller wünscht, er hätte ihn nie bemerkt. Er schreibt das Buch trotzdem. Er findet Wege, die Schwierigkeit zu vermindern; er stärkt andere Tugenden; er spannt die ganze Erzählung frei in dünner Luft, und sie hält. Und wenn es getan werden kann, so kann er es tun und nur er. Denn es gibt nichts im Material für dieses Buch, was irgend jemand anderem als ihm seine Möglichkeiten an Bedeutung und Gefühl verrät.
Siehe auch Annie Dillards großer Roman "Der freie Fall der Spottdrossel"


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